Die Reichweite von Suchmaschinen wie Google hat in den letzten Jahren ein gewaltiges Wachstum hingelegt. Umso verlockender ist es für Suchmaschinen-Spammer, für oft gesuchte Begriffe die begehrten vorderen Positionen in den Suchergebnissen zu ergattern.Dass Meta-Tags schon lange nicht mehr ausreichen, um eine gute Positionierung in Suchmaschinen zu erlangen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Trotzdem befinden sich die Suchmaschinen in ständiger Entwicklung und in der Zwischenzeit sind die Methoden weit vorangeschritten. Im Zuge dieser Veränderung entwickeln sich aus Dingen, die eine Zeit lang funktioniert und es damit zu Popularität gebracht haben, gerne mal zähe und unkaputtbare SEO-Mythen.
Eine Legende ist, dass massiver Linkaufbau, zum Beispiel vorangetrieben durch zahlreiche Verzeichniseinträge, immer und in jedem Fall gut ist. Spätestens aber nachdem Google Anfang des Jahres die Existenz der Sandbox (Sandkasten) für neue Domains bestätigt hat und vielerorts im Netz Erfahrungsberichte aufgetaucht sind, die die Sandbox genauer genommen als “Trustbox” beschrieben, tauchte plötzlich ein neues Schlagwort am SEO-Himmel auf:
Natürlicher LinkaufbauDie Grundlage ist einfach. Sobald Google eine neue Domain entdeckt, steckt es diese erstmal in die Sand-/Trustbox und lässt sie dort so lange, bis es die Domain für vertrauenswürdig hält. Das Phänomen soll zeitlich auf maximal ca 1,5 Jahre begrenzt sein, allerdings lässt sich der Zeitraum durch geschickten natürlichen Linkaufbau verkürzen.
Das ist natürlich eine sehr abstrakte Aussage. Letztlich bedeutet das, dass Google neue Domains für eine gewisse Zeit in der Wertung für begehrte Suchbegriffe abwertet und diese lediglich wenig Suchtraffic bekommen – und wenn dann vorwiegend für zusammengesetzte und teils sehr kuriose Keyword-Kombinationen.
Um das Problem zu lösen und die Domain aus der Sandbox zu bekommen, benötigt man nach wie vor vor allem eins:
Eingehende Links von vertrauenswürdigen Domains!
Als vertrauenswürdig gelten vor allem Domains, die schon seit vielen Jahren im Suchindex vertreten sind. In Deutschland nicht so populär, geben gerade .edu und .gov Domains eine Menge “Trust Juice” weiter. Am besten beraten ist man normalerweise aber schon, wenn man einfach mal nach themenverwandten Seiten googelt und versucht, ein paar Links von diesen zu bekommen. Aber Vorsicht: Die Themenrelevanz der verlinkenden Seiten ist gerade in dieser Situation sehr wichtig! Gerade undurchdachter Linkaufbau auf Teufel komm raus (zum Beispiel durch ein plötzliches Übergewicht an Foren-, Footer- oder Katalog-Links) wird den Aufenthalt in der Sandbox/Trustbox nur unnötig verlängern.